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Journalismus mit dem Smartphone - meine ersten Gehversuche

Es ist schon wieder eine ganze Weile her, seit ich in einer Mitteilung von Appenzellerland Tourismus AI auf den Hinweis gestossen bin, dass in Appenzell ein Kurs angeboten wird, in welchem die Teilnehmer lernen, mit dem Smartphone eigene Beiträge zu filmen. Mich fasziniert es, was man mit diesen Geräten alles anstellen kann. Mittlerweile kann man mit dem nötigen Können sogar tagesschautaugliche Videos produzieren. Aber später mehr.

 

Jedenfalls habe ich eine Redaktionskollegin in den Kurs geschickt. Sie war, wenn ich mich recht erinnere, ziemlich beeindruck vom sogenannten Smovie-Kurs. Wir haben dann für eine interne Weiterbildung den Referenten Stefan Klameth verpflichtet. In einer Schnellbleiche am Samstagmorgen hat uns der ehemalige Videojournalist (VJ) von Tele Züri etwas Basis vermittelt. Es braucht erfreulich wenig, um einfache Videos herzustellen. Die Kolleginnen und Kollegen mit einem Android-Smartphone waren zwar etwas am Anschlag, mit dem iPhone und iMovie hat es aber ganz gut funktioniert. Mittlerweile klappt es auch mit Android. Persönlich bevorzuge ich aber immer noch das iPhone. 

 

Nach dem Kurs haben wir unsere ersten mehr oder weniger geglückten Versuche unternommen. Schliesslich kann man in der Schule noch soviel Theorie lernen, üben muss man in der Praxis. Manches ist ganz gut geraten, anderes ging komplett in die Hosen. Das gehört zum Lernprozess dazu. Mit der Zeit hat das Thema "Video " auch in der Zentrale Fahrt aufgenommen. Unter anderem durften wir kürzlich an einem Kurs mit Marcel Anderwert teilnehmen.

 

Der Appenzeller verfügt über VJ-Erfahrung und arbeitet heute fürs Schweizer Fernsehen. Er war hierzulande der Erste, der Beiträge mit dem iPhone für die Tagesschau produzierte. Von ihm erhielten wir am Kurstag wertvolle Praxistipps. Wir lernten ausserdem, worauf es beim Filmen ankommt und welche Ausrüstung er uns empfehlen würde: Handy, Stativ (für Interviews) und Handmikrofon.  

 

Einige Tage später besuchte ich auch noch am MAZ in Luzern einen zweitägigen Kurs bei Pascal Fessler. Bei ihm hatten wir die Gelegenheit, in die Details zu gehen - unter anderem lernten wir die 5-Shot-Regel kennen. Von der Ausrüstung her empfiehlt er übrigens in etwa dasselbe wie Marcel Anderwert. 

 

Fazit: Filmen mit dem Smartphone macht Spass. Auch wenn die Beiträge bloss zwischen 30 und 90 Sekunden dauern sollen, ist der Aufwand allerdings nicht zu unterschätzen. So locker lässig nebenher macht man das im Redaktionsalltag nicht - ausser, man setzt auf einen Schwenk ohne Schnitt. Freilich zeigt sich, dass die Meisten doch etwas ambitionierter ans Werk gehen wollen. Fessler hat uns eingetrichtert: KISS - Keep it short and simple. 

 

Das Video oben habe ich am 24. Januar 2018 als Vorschau auf die Elefantenrunde der Appenzeller Zeitung mit den Ausserrhoder Parteipräsidentinnen und Parteipräsidenten gemacht. Feedback nehme ich gerne entgegen. 

 

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