Ausserrhoden bläst zum Babyboom

Heute eine unkommentierte Mitteilung des Kantons Appenzell Ausserrhoden. Die Bevölkerungszahl hat im vergangenen Jahr um 0,2 Prozent abgenommen. Da der Kanton eigentlich Wachstum anstrebt, wird dieses Resultat nicht ohne Folgen bleiben. Die Regierung hat bereits Sofortmassnahmen getroffen. 

 

Der Landammann hat per Dekret den Valentinstag verlängert. Bis mindestens zum Landsgemeindesonntag gilt im Kanton erhöhte Romantik. Zwischen 23.00 und 8.00 Uhr sowie 13.30 und 15.00 Uhr gilt für Liebespaare strikte Bettpflicht. Sämtliche Haushalte werden zudem in den nächsten Tagen eine Kuschelrock-CD zugeschickt erhalten. 

 

Analog der Test- und Impfzentren werden im Kanton Viagra-Zentren eingerichtet. Die Mitglieder der Geschäftsleitung eines lokalen Gesundheitsverbundes haben sich bereits freiwillig als Testpersonen gemeldet. Anfragen aus Südafrika wurden hingegen trotz Drängen aus dem Thurgau bislang ignoriert. Das Anmeldeverfahren läuft diskret via den örtlichen Beichtstuhl. Die Pfarrpersonen unterstehen der Schweigepflicht. Bis Ende April soll die männliche Bevölkerung mit der Erstdosis versorgt sein. 

 

Weiter wurde eine Taskforce - auf gut Deutsch Krisenstab - gebildet. Dieser besteht aus feschen Girls und Boys und kann für Auskünfte von der Bevölkerung jederzeit angerufen werden. Dies für einen Unkosten-Beitrag von 3.13 Franken pro Minute ab Festnetz. Die 0906-Nummern werden ab sofort täglich aktuell auf der Kantonshomepage publiziert.

 

Ausserdem hat sich die Regierung mit einem dringlichen Appell an die St. Galler Amtskollegen gewendet. Alle Massnahmen würden nichts bringen, wenn in diesem Jahr die Olma erneut nicht stattfinden könnte. Die Antwort der St. Galler Regierung steht noch aus. Ob der Appell der Ausserrhoder Regierung fruchtet, wird sich also erst später zeigen.