Wir hauen auf die Pauke

In vielen Redaktionsstuben ist die Fasnacht noch unpopulärer, als der ehemalige US-Präsident Trump. Närrisches Treiben mag eben nicht so. Jetzt fallen gleich beide weg in diesem Jahr - beide aus dem gleichen Grund: Corona. Und drum gehen den Journalisten langsam die Feinde aus. 

 

Höchste Zeit also, nach Nachschub Ausschau zu halten. Was sind die neusten Trends? Welches sind die neuen Dumpfbacken? Worüber könnte man sich echauffieren? Wir haben uns Gedanken gemacht und präsentieren eine unvollständige Liste. 

 

 

Der Schnee 

Der dauernde Schneefall, er eignet sich vortrefflich als Feindbild. Schnee und Gugger sind ja in vielen Fällen vor allem eines: lästig. Die einen laut und ein bisschen zu fröhlich, der andere kalt und rutschig. Für ein paar Tage nimmt man den Schnee noch in Kauf - für Gugger trifft das aber nicht zu, die gehören ganz verboten. Journalisten, welche die Fasnacht eigentlich ganz okay finden, werden standesrechtlich mit der Konfettikanone erschossen. Ganz so drastisch sind die Massnahmen beim Schnee nicht. Man sollte aber schon konsequent betonen, dass man sich auf den Frühling freut, damit der scheiss Schnee endlich verschwindet. 

 

Seemannslieder 

Ein Schotte hat Seemannslieder wieder populär und zum viralen Hit gemacht. Wer im Zoom-Apero etwas auf sich hält, trällert im Moment nach der dritten Flasche Bier ebenfalls "The Wallerman". Inzwischen werden sogar die Teilnehmer am Radioquiz "Morgenstund hat Gold im Mund" zum Singen aufgefordert. Höchste Zeit, diesem Trend die Stirn zu bieten. Schliesslich sind wir Schweizer kein Volk von Seefahrern. Also Klappe halten, es werden keine Seemannslieder angestimmt, auch nicht "Vo Luzern gäge Weggis zue". Wer's musikalisch will, dann bitte Sophie Hunger oder so.  

 

Leute, die in einem Blog Mist verzapfen

Diese Leute nerven mit ihrem Mist mindestens so sehr wie Gugger. Diese Selbstbeweihräucherung braucht kein Mensch. Wer das macht ist doof, doof, doof. 

 

Das also mal drei Vorschläge. Die Liste liesse sich natürlich noch beliebig verlängern. Hab aber grad keine Zeit mehr: Das "Echo der Zeit" beginnt.