Nicht mehr Stau stehen vor der Sammelstelle

Dieser Tage dominieren andere Nachrichten den Alltag: Corona, Trump, Schnee. Aber es gibt auch noch die weniger weltbewegenden News. Wie heute zum Beispiel von der Gemeinde Herisau. Sie hat einen Werkhof gekauft. Das alleine löst noch keine Freudensprünge aus. 

 

Was weiter unten in der Mitteilung folgt, dürfte aber bei vielen für Freude sorgen. Das Grundstück liegt nämlich zwischen zwei Grundstücken, die bereits der Gemeinde gehören. Im Fokus für eine künftige öffentliche Nutzung steht laut der Mitteilung der Betrieb einer Wertstoff-Sammelstelle, anstelle der heutigen Entsorgungsstelle beim WinWin-Markt. Für den Betrieb an neuer Stätte strebt die Gemeinde Herisau auch künftig eine Vereinbarung mit der Stiftung Tosam an. 

 

Der WinWin-Markt ist eine Herisauer Erfolgsgeschichte. Man kann dort alles entsorgen, was sich über die Zeit zu Hause angesammelt hat: Elektronik, Karton, Gerümpel. Beim Entladen hilft einem eine ganze Armada von Mitarbeitenden, die in dieser Institution angestellt sind. Trägerin ist die Stiftung Tosam, die Arbeitsstellen im alternativen Arbeitsmarkt bietet. 

 

Weil die Sammelstelle über die Dorfgrenzen hinaus beliebt ist und die Platzverhältnisse beengt sind, bilden sich vor dem WinWin-Markt immer wieder kleine Staus. Diese sind immer wieder ein Thema im Dorf; auch in der Politik. Zuletzt war der WinWin-Markt im vergangenen Herbst ein Thema im Gemeindeparlament. Ein Ratsmitglied wollte wissen, was die Gemeinde unternimmt, um "die nicht mehr tragbare verkehrstechnische Situation zu verbessern". Und ob die Gemeinde eine Option für einen anderen Standort habe.

 

Die Fragen sind heute Nachmittag beantwortet worden. Bevor eine neue Sammelstelle eingerichtet werden kann, sind jedoch noch einige Schritte zu tätigen. Der Gemeinderat zeigt sich in der Mitteilung jedoch zuversichtlich, dass die neue Sammelstelle innert Jahresfrist eröffnet werden kann.