Finito ausschlafen. Der Frühdienst wartet.

Finito Ferien. Finito spät ins Bett gehen. Finito ausschlafen. 

 

Morgen Frühdienst. 3.30 Uhr aus den Federn. Werde wohl sicherheitshalber so um die 20 Wecker stellen. Damit ich auch ja nicht verschlafe. Vielleicht werde ich vor lauter Angst, dass verschlafen könnte, auch die ganze Nacht kein Auge zudrücken können. 

 

Dann werde ich um 3.25 Uhr aus dem Bett hüpfen, damit mich ja kein Wecker nervt. Mit Schrecken erinnere ich mich an Früher zurück, als jeweils noch der Radiowecker zum Einsatz kam. Manchmal war der Sender verstellt und die Lautstärke auf voll aufgedreht. 

 

Dann hat es im Zimmer jeweils gekracht wie mittwochs beim Sirenenalarm. Ich habe mich dann immer mit dem Kissen in den Luftschutzkeller verzogen und gewartet bis die Luft wieder rein war. Weil das keine Lösung auf Dauer war, kamen dann herkömmliche Wecker zum Einsatz, solche mit schrillem Ton und beschränkten Flugfähigkeiten. 

 

Sie zerschellten serienweise am Zimmerschrank. Schliesslich empfahl mir die Sust - die Schweizerische Sicherheituntersuchungsstelle - eine Parterrewohnung, damit ich den Wecker bloss noch aus dem Fenster in den Garten werfen musste. Siehe da: Der Wecker blieb heil. Aber die Nachbarschaft war möff. 

 

Doch dann entwickelte Apple zum Glück das iPhone. Beste Eigenschaft: der Wecker. Echt angenehm. Freilich kann ich mir deswegen keine 20 Mobiltelefone anschaffen. Der Sirenenalarm und die schrillen Kameraden bleiben deshalb im Einsatz. 

 

Bis die jeweils loslegen, bin aber glücklicherweise aus dem Haus. Keine leichte Situation für die Familie, die im Schlaf gestört nach den Weckern suchen muss. Aber gellt, jeder trägt sein Kreuz. 

 

Für mich ist es ja auch kein Schleck so früh aufzustehen. Wobei: Fast schlimmer ist das ins Bett gehen. Wann ist der richtige Zeitpunkt ins Bett zu gehen? Bereits um acht, dann wenn sich die Kinder schlafen legen? Oder etwas später - um 22 Uhr zum Beispiel? Mit dem Risiko, dass man von der Gattin geweckt wird, die einem die neusten Entwicklungen bei "Frauentausch" oder "Shopping-Queen" berichten will?

 

Im Sommer bringt es nicht allzu viel, früh in die Federn zu hüpfen. Zu warm und draussen geniessen die Leute lautstark die lauen Sommerabende. An Schlaf ist nicht zu denken. 

 

Was hilft, ist TV zu schauen - natürlich nicht SRF mit all den spannenden Sendungen - sondern die anderen Kanäle. Da ist Schlaf garantiert. Auch lesen ist nicht schlecht, da schlummere ich auch immer nach wenigen Seiten ein. Früher war es umgekehrt, damals konnte ich jeweils nicht schlafen, weil die Bücher so spannend waren. Muss wohl bei der Lektüren-Wahl über die Bücher. Oje, oje - und schon werde ich die halbe Nacht damit beschäftigt sein, mir zu überlegen, was ich stattdessen lesen könnte. 

 

Tja, 19.45 Uhr. Keine Zeit mehr zum Schreiben. Muss Zähne putzen und dann ab in die Heia. Vielleicht erzählen mir ja meine Kinder heute mal die Gute-Nacht-Geschichte.