Manchmal

Manchmal mache ich einen weiten Bogen um dieses Zimmer. Manchmal auch nicht. Manchmal sitze ich viel hier am Tisch und schreibe. Und manchmal sitze ich lieber auf dem Sofa oder auf dem Velo oder beim Apero. 

 

Auch wenn ich hier tagelang nichts schreibe, so gibt es doch immer Besucher auf meiner Seite. Vielleicht Menschen, vielleicht Bots. Wer weiss das schon so genau. 

 

Ach ja, inzwischen war ich in New York. Unser Hotel war zufälligerweise ganz in der Nähe von Casey Neistats Studio. Das habe ich natürlich niemandem berichtet, der mich gefragt hat, wie es denn in New York war. Ich gehe mal davon aus, dass viele nicht wissen, wer dieser Herr Neistat ist. Bis vor kurzem wusste ich es ja auch nicht. Er ist ein YouTube-Star, ein Vlogger, den ich vor einigen Monaten eher zufällig entdeckt habe, den ich aber sehr inspirierend finde. 

Jedenfalls hatte ich auch dank ihm, Lust nach New York zu reisen. Und jetzt habe ich einige Schauplätze sogar in echt gesehen. New York, eine intensive Stadt. Der Verarbeitungsprozess läuft noch. 

 

Und Länderspiel hatten wir auch noch bei uns in Herisau. Eishockey. Schweiz gegen Lettland. Volle Hütte - 3722 Zuschauer. Ich durfte Speaker sein und DJ. Das mache ich gerne. Schon Tage vorher suche ich jeweils die Musik zusammen. In diesem Fall ohne grosse Experimente. Für den Match gab es schliesslich ein ganzes Drehbuch. Alles ist festgelegt: Wann wird Werbung eingespielt, wann die Fanfare, wann die Hymnen. 

 

Und die Spieler haben auch ihren Sound geschickt, den sie fürs Einlaufen wollten. Auch das war interessant. Das Klischee ist Rockmusik, die Spieler wollten jedoch Dance-Musik. Ich mag die Abwechslung. Aber hey, wenn die Profis das wollen, dann bekommen sie es. Vom Spiel selber habe ich gar nicht so viel mitbekommen. Als Speaker und DJ muss man ständig bereit sein und stets ein Auge auf das Drehbuch haben. Zum Glück gibt es im Hüttli noch andere Leute, die einem jeweils die Zeit die Torschützen oder die Strafen zu rufen. Teamwork abseits des Eisfelds.

 

Champions League sei dank - wer hätte das gedacht - macht auch Fussball wieder Spass. Zwei tolle Halbfinal-Spiele. Leider habe ich zwei Mal nur die erste Halbzeit gesehen. Aber immerhin. Immer öfters schaue ich ja nur noch die Vorberichterstattung. Die Analysen Peter Knäbels, Mladen Petric, die Sprüche von Roman Kilchsperger, Kommentatoren-Messi Marcel Reif, der erstaunlicherweise für Teleclub moderiert. So wie früher Weltstars wie Netzer, Rummenigge oder Tardelli ihre Karrieren in der Schweiz ausklingen liessen, machen es jetzt offenbar die Kommentatoren. Soll mir recht sein. 

 

Vielleicht setzt sich ja auch einmal Trainerlegende José Mourinho an den Tisch. Er war gestern nach der Partie Ajax gg. Tottenham philosophisch gestimmt (s. YouTube-Video ca. zwischen 20 und 60 Sekunden)

Apropos philosophieren. Hängen geblieben bin ich auch bei der Talkshow "Fokus", wo sich Dominic Dillier mit Büne Huber unterhalten hat. Ein sehr persönliches Gespräch. 

That's it.