Ein Rückblick auf den den Schnitzelbank-Abend

Hier im Einsatz: Der Südappenzeller. Sorry für die schlechte Bildqualität. Hab vergessen Bilder zu machen, aber wenigsten dieses erhalten.
Hier im Einsatz: Der Südappenzeller. Sorry für die schlechte Bildqualität. Hab vergessen Bilder zu machen, aber wenigsten dieses erhalten.

Kurzer Rückblick auf den Schnitzelbank-Abend vom Donnerstag in Herisau. Persönlicher Eindruck: Die Cliquen waren noch nie so gut wie in diesem Jahr. Zu diesem positiven Eindruck beigetragen hat die Gruppe, die in diesem Jahr zum ersten Mal teilgenommen hat: Dä Bläss oder so hiess die Formation. Leider konnte ich kein Programm ergattern, aus welchem ich die Namen abschreiben kann. Und die Infos im Internet sind auch spärlich. 

 

Dä Bläss ist eine hiesige Gruppe, alle sind als Hunde verkleidet. Es gibt lautes Hundegebell und gesanglich ist die Truppe erstklassig. Lobenswert: Bläss nimmt auch Sachen vo do umenand aufs Korn. Zum Beispiel den König von Waldstatt, der im Röckli die Hotelzimmer putzt, den baseldeutschsprechenden Gmändshöptling oder auch einen eifrigen Lokaljournalisten. 

Die Gruppe ist ein Gewinn für den Schnitzelbankabend. Hoffentlich kommen sie wieder. 

 

Besonders stark in diesem Jahr: Der Südappenzeller. Eine solche Gag-Dichte kann sich der Profi am Sonntagabend im Schweizer TV nur wünschen. Mindestens in der "Schafräti", wo ich war, kam der Südappenzeller sehr gut an.

 

Negativ: In der "Schafräti" wartete man vergebens auf die Publikumslieblinge aus Chur - auf die Wasserratten. Die Bündner tauchten einfach nicht auf. Angeblich weil das Instrument kaputt war. Wer die muntere Piratentruppe aus den anderen Jahren kennt, zweifelt etwas an dieser Ausrede. Item: Schade, sind die Wasserratten nicht aufgekreuzt. Somit fehlte dem Abend das Tüpfelchen auf dem I. 

 

Da hätte man lieber auf andere Gruppen verzichtet - beispielsweise auf die eher unlustigen Vögel aus dem Thurgau mit ihren Uralt-Witzen. Überhaupt: Manche Scherze hatte man nach über zwei Stunden genug gehört. Viola am Herd, Karin im Keller... ja schon gut... so witzig.. haha... in der "Schafräti" haben irgendwann einige vorwitzige Zuschauer die Pointen jeweils vorweggenommen. Also ein bisschen mehr Mühe dürfen sich die Cliquen da und dort schon noch geben. 

 

Und eine andere Clique - sagt man überhaupt Clique oder doch Gruppe oder Formation? - hat dafür wohl selber gar nicht gemerkt, wie gut sie eigentlich wäre. Es sind nämlich zwei Rapper aufgetreten. Ihre Schnitzelbänke kamen eher mässig an beim Publikum. Aber am Schluss trugen sie Verse vor, die sie aus ihren restlichen Ideen zusammengebastelt hatten. Das war saugut. Fand auch der Kamerad am Nebentisch. "Beim nächsten Mal sollten sie nur noch das machen." Ich kann ihm nur beipflichten. 

 

Insgesamt war der Schnitzelbankabend ausgezeichnet. Auch die Bewirtung in der "Schafräti" hat gepasst - was natürlich wenig verwundert. Es gab übrigens keine Cordon bleus - wofür das Lokal bekannt ist - sondern Hackbraten. War auch gut. 

 

Schnitzelbankabend - ich komme wieder. Das nächste Mal will ich aber die Wasserratten sehen.