Der Tag im Schnee - schön und schmerzhaft

Belap. Hinten in der Mitte sieht man sogar das Matterhorn.
Belap. Hinten in der Mitte sieht man sogar das Matterhorn.

Heute waren wir Skifahren. Im Wallis. Belalp. Traumbedingungen. Sonne, Schnee, wenig Leute. So macht es Spass. 

 

Wenn nur die Skischuhe nicht wären. Mir tun immer die Füsse weh. Dabei habe ich vor einigen Jahren sogar einmal ein Paar gekauft mit grossem Tamtam. Die Verkäuferin hat gemessen, angeklebt, die Schuhe im Ofen geformt. Resultat: Autsch. Jeweils schon nach kurzer Zeit schmerzen die Füsse. So macht es keinen Spass. Beiz statt Piste. 

 

Die passgenauen Skischuhe bleiben deshalb zu Hause. Lieber miete ich jeweils wieder ein Paar. Damit bin ich gut gefahren. Gemietete Skischuhe tragen sich oft fast so bequem wie Hausschuhe. 

 

Heute hat diese Taktik aber nicht funktioniert. Ich habe ein unbequemes Paar erwischt. Beim Fahren ging es eigentlich noch. Die Schmerzen kamen erst im Laden, bei der Rückgabe der Schuhe. Jänu: Indianer kennen keinen Schmerz. 

 

Das soll den schönen Tag auf der Piste auch nicht trüben. Das Wetter war unerwartet gut. Im Tal unten rätselten wir noch, ob wir überhaupt auf die Piste sollten. Die Webcam zeigte Wolken. Und die Prognosen waren solala. Mit der Zeit klarte der Himmel aber immer weiter auf. Deshalb brachen wir dann doch noch spontan auf. Bzw. fast spontan. Erst musste noch mit etwas Überzeugungskraft unser Sohnemann von der Spielkonsole getrennt werden. 

 

Er fluchte noch auf dem Sessellift wie ein Rohrspatz. Hat er diese Ausdrücke alle von uns gelernt? 

 

Nach ein paar Schwüngen im Schnee waren aber alle Sorgen vergessen. Und am Horizont entdeckten wir sogar noch den zweitschönsten Berg nach dem Säntis: das Matterhorn. Er sieht sogar aus etwas Distanz eindrücklich aus. 

 

Ganz günstig ist der Spass natürlich nicht. Alleine die Tickets für zwei Erwachsene und ein Kind kosten über 100 Franken. Kein Wunder leisten sich das nicht mehr alle. Eine Woche Skiferien mit der Familie kann ganz schön ins Geld geben. 

 

Meiner Meinung sind es aber die schönsten Ferien. Tagsüber an der frischen Luft in wunderschöner Umgebung. Etwas Bewegung. Und am Abend ist man so herrlich schön müde. Wann will nur noch ins Bett plumpsen. Ausser vielleicht Sohnemann. Der will gamen. Und wenn er das nicht darf, macht er den Rohrspatz. Herzig.

 

Gute Nacht.