Die ewige Stadt versinkt im Abfall

Heute habe ich im "Tagblatt" etwas gelesen, dass ich kaum glauben kann: In Rom gibt es keine Verbrennungsanlage für den Kehricht. Bis vor wenigen Jahren sei der Abfall in der Drei-Millionen-Metropole auf eine Deponie am Stadtrand gekarrt worden. 2013 sei die laut EU-Regeln illegale Deponie geschlossen worden. Allerdings ohne eine alternative Lösung zu entwickeln. 

 

Laut den Medienberichten versinkt Rom jetzt im Abfall. Fast wäre sogar der Schulunterricht ausgefallen. Um die Schulgebäude herum lag nämlich soviel  Abfall, dass sich Ratten in die Klassenzimmer verirrten.. 

 

Ich  war schon einige Jahre nicht mehr in Rom und weiss nicht, ob die Situation wirklich so dramatisch ist. Wenn dem aber so ist, sind das unfassbare Zustände. 

 

Da schätzt man doch wieder die Abfallentsorgung bei uns. Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass der Müll abgeholt wird. Der einzige Aufreger ist, wenn der Tag der Abfalltouren geändert wird. So wie bei uns zurzeit. Statt am Donnerstag muss der Abfall jetzt am Mittwoch vors Haus. Uiuiui, das heisst: Gewohnheiten ändern. 

 

Und dann hat der Kehrichtwagen auch noch eine andere Farbe. Ein bisschen viele Neuerungen auf einen Chlapf. 

 

Und wenn man sonst mal etwas entsorgen muss, gibt es den Entsorgungshof - bei uns heisst er Win-Win-Markt. Eine super Sache! 

 

Manchmal blinzelt man in den Abstellraum und macht dann die Türe schnell wieder zu. Kapitulation vor dem Abfall. Man sieht schier unüberwindbare Probleme vor sich und kann sich nicht aufraffen, das Zeugs wegzuschaffen. 

 

Dabei ist eigentlich alles ganz easy. Im Win-Win-Markt zum Beispiel ist der Kofferraum dank der fleissigen Helfer jeweils im Nu leergeräumt. Man kommt fast nicht nach mit schauen. So schnell wird jeweils nicht einmal Bauer Heiri sein Geld los im Niederdorf. Wetten, dass...? 

 

Wenn das bei uns auf dem Dorf möglich ist, warum denn nicht auch in der ewigen Stadt? 

 

Ich weiss es nicht. Und wünsche mir für uns gleichzeitig Behörden und Politiker, die den Mut haben, notwendige Massnahmen umzusetzen. Damit nicht auch wir irgendwann im Abfall oder sonst einem Chaos versinken.