Mein 2018 - Teil 2: Die Reise

Der Zeltplatz Fischers Fritz in Zürich liegt direkt am See.
Der Zeltplatz Fischers Fritz in Zürich liegt direkt am See.

Zugegeben, es war keine grosse Reise. Aber eine, die mir in Erinnerung bleibt. In diesem Jahr habe ich nämlich einen Roller gekauft. Keine Vespa. Eine Suzuki. Fünf Minuten hat die Kaufberatung im Laden gedauert. Als Anfänger wollte ich etwas Kleines - auch fürs Budget. 

 

Der Göppel schafft nur mit Mühe 80 km/h

 

Dann habe ich mich für den Kurs angemeldet und diesen an zwei Abenden nacheinander besucht. Erst kurvten wir etwas auf dem Übungsplatz hinter dem Bahnhof. Dann ging es ab auf die Piste. Ich hatte etwas Mühe mitzuhalten. Die anderen hatten alle die etwas besseren und stärkeren Gefährte. Ausserdem musste ich mich erst an die Geschwindigkeit gewöhnen. 

 

Mit fast 80 km/h - mein kleiner Göppel schafft nur mit Mühe diese Geschwindigkeit - auf zwei kleinen Rädern durch die Gegend zu kurven, ist gewöhnungsbedürftig. Ich hatte ständig etwas Angst, auf den Latz zu fliegen. Etwas, was man tunlichst vermeiden sollte.

 

"Auf dem Roller zu fahren,

ist wie auf dem fliegenden Teppich

durch die Gegend zu fliegen."

 

 

Spass hat es aber so oder so gemacht. Auf dem Roller zu fahren, kommt mir vor, wie mit dem fliegenden Teppich durch die Gegend zu fliegen. Die Maschine kann man zudem überall parkieren. Sehr praktisch. 

 

Weil ich vor dem Jobwechsel noch einige Tage frei hatte, habe ich mir nach bestandener Prüfung vorgenommen, eine kleine Reise zu machen. Und so habe ich Sack und Pack genommen und mich mit meinem Roller auf grosse Fahrt begeben. 

 

Boots, Hosen, "Katastrophe..."

 

Ich habe mir extra im Western-Shop ein Paar währschafte Boots gekauft und grüne Armeehosen - inspiriert vom Steel-Buddy-Typen von DMX - Katastrophe. Via Magdenau habe ich die Hulftegg angesteuert. Glücklicherweise hatte es nicht allzu viel Verkehr. Mit dem ganzen Gepäck war ich nicht sehr schnell bergauf. 

 

Dann ging es das Tösstal hinunter an den Zürichsee und die Goldküste hoch bis nach Meilen. Dem See entlang war herrlich. Schönes Wetter, wenig Verkehr. In Meilen habe ich dann die Fähre genommen. Denn mein Ziel lag auf der anderen Seeseite: der Zeltplatz Fischers Fritz in Zürich. 

Auf der Fähre von Meilen nach Horgen.
Auf der Fähre von Meilen nach Horgen.

Auf der anderen Seeseite angekommen, kam ich dann prompt an einem Unfall vorbei. Ein Baustellenfahrzeug hatte wohl einen Töff abgeschossen. 

 

Statt in den Zirkus ging es in Frau Gerolds Garten 

 

Der Zeltplatz in Zürich ist wunderschön gelegen - gleich am See. Allerdings herrschte schon viel Betrieb. Der Zirkus war in der Stadt. Das Publikum war international gemischt.

 

Statt in den Zirkus ging es am Abend in Frau Gerolds Garten und anschliessend in den Hardturm ans Street-Food-Festival. Perfekt. All das liegt schon wieder einige Tage zurück.

 

Street-Food-Festival im ehemaligen Hardturm-Stadion in Zürich.
Street-Food-Festival im ehemaligen Hardturm-Stadion in Zürich.

Inzwischen habe ich mich an die Geschwindigkeit auf dem Roller gewöhnt. Noch immer macht das Fahren grossen Spass. Im Moment befindet sich der Roller aber im Winterquartier. Bei kaltem Wetter ist es nicht allzu angenehm auf dem Roller. Da nehme ich doch lieber das Auto oder den Zug. 

 

Manchmal reichen die kleinen Abenteuer

 

Wenn es dann aber wieder wärmer wird, freue ich mich schon wieder auf den Roller zu steigen. Ich glaube, ich bleibe meinem schmalbrüstigen Roller treu. Er ist zwar nicht so schnell, dafür aber sehr wendig. Praktisch, wenn man im Feierabendverkehr wie Stenmark durch die Autos schlängeln muss. 

 

Und es muss ja nicht immer grösser, schneller, weiter sein. Manchmal reichen auch die kleinen Abenteuer - so wie mein Trip nach Zürich. Einer meiner Höhepunkte im 2018.