Mein 2018 - Teil 1: Der Jobwechsel

Die Zeit vergeht zwar schnell, wie es aber Anfang Jahr zu meinem Jobwechsel kam, weiss ich schon gar nicht mehr so genau. Was ich noch weiss: Ich hatte Lust auf einen Tapetenwechsel. Schliesslich arbeitete ich bereits seit 2007 bei der Zeitung. Es war alles gut eingespielt. Konnte ich mir aber vorstellen, diesen Job noch weitere 24 Jahre machen? 

 

"Da erinnerte ich mich an Referat

an einer Tagung der Juniorenobmänner.

Es ging um das Thema Change Management."

 

Ich erinnerte mich an ein Referat. An einer Tagung der Juniorenobmänner war nämlich einmal das Change Management ein Thema. Der Referent zeichnete einen Halbkreis an die Tafel und erklärte, dass es jeweils drei Phasen gäbe: 

 

  • 1. Phase: Er meldet sich bei den Kunden. Deren Kurven entwickeln sich aber positiv, sie steigen an. Deshalb lehnen sie Hilfe ab. Schliesslich sei alles gut. 
  • 2. Phase: Die Kunden sind sehr zufrieden. Die Kurve ist noch weiter angestiegen. Alles ist Bestens. Sie wollen keine Hilfe. 
  • 3. Phase: Die Kunden haben den Zenit überschritten. Es geht wieder nach unten. Sie brauchen dringend Hilfe. 

 

Der Coach würde am liebsten bereits bei Phase 1 einsteigen. Meist wird er aber erst bei Phase 3 gerufen. Also dann, wenn es brenzlig ist. Lerne: Es ist besser, frühzeitig Entwicklungen einzuleiten. Deshalb war es Zeit, bei der Zeitung zu gehen. Ich war elf Jahre dort und 41 Jahre alt. Der Moment, etwas Neues anzupacken.

 

Abenteuer im Radiostudio 

 

Ich habe dann gesehen, dass das Regionaljournal Ostschweiz von Radio SRF einen Redaktor sucht. Das Problem: Es war die Zeit von No Billag. Viele rechneten zu diesem Zeitpunkt mit einem Ja zu dieser Initiative. Was wohl fatale Folgen für SRF gehabt hätte. Ich habe mich trotzdem auf die Stelle beworben und durfte mich auch vorstellen. 

 

Das Vorstellungsgespräch war ein kleines Abenteuer. Man besucht nicht jeden Tag das Radiostudio in Zürich. Und das Probesprechen fand im Studio von SRF 3 statt. Also dort von wo sonst die Cracks senden. Die Nachrichten vom Blatt zu lesen. Gar nicht so einfach. Ich habe mich schon etwas gstabig angestellt. Aber so schlecht war es offenbar gar nicht. Immerhin  habe ich den Job bekommen. Und die No-Billag-Abstimmung ging auch bachab.  

 

Ich darf auf Sendung

 

Darüber bin ich froh. Mir hat es auf Anhieb sehr gut gefallen beim Radio. Aber natürlich benötigte ich etwas Zeit zur Umstellung. Ich durfte ganz viele Kurse besuchen und mit dem Sprechtrainer arbeiten - was eine super Erfahrung war. Nach gut 3 Monate habe ich dann auch die Sprechlizenz erhalten. Ich darf also auf Sendung. Am Anfang hatte ich doch erheblich Zweifel, ob ich das schaffe. Aber siehe da: Es geht doch. 

 

Radio-Beiträge machen, finde ich spannend. Töne holen, Texte schreiben, die Sachen zusammen mischen. Das macht Spass. 

Und so habe ich es bis jetzt nicht bereut, den Job gewechselt zu haben. 

 

Hier geht es zu einem Beispiel