Zu viel Biller & Castorf intus

Die Werbekampagne läuft bereits. Am 12. September werde ich mit anderen zusammen in der Wandelbar lesen und meine "überraschenden Gedanken" zu Herisau zum Besten geben. Höchste Zeit also, dass ich mir Gedanken mache. Ein Pamphlet habe ich zwar schon geschrieben, aber das werde ich lieber vernichten. Hatte zu viel Biller & Castorf intus. Herisau ist nicht Berlin. Hier mag man es freundlich.

 

Also werde ich mir etwas Freundliches ausdenken und vielleicht etwas über die Begegnungszonen schreiben - in denen man allerdings nie jemandem begegnet, weil kaum Leute im Dorf unterwegs sind. Wozu auch? Es gibt ja kaum mehr Läden im Zentrum. Einer nach dem anderen schliesst. Und mit dem Migros-Neubau scheint es auch nicht voranzugehen. Aber nein -  nicht negativ werden.
Schnell an etwas Freundliches denken. An die Bäckersfrauen zum Beispiel, die sich fünf Mal bedanken, wenn man einen Gipfel kauft. An die Autofahrer, die einen über die Strasse lassen. An die Blumen in den Vorgärten. Na also, geht doch. Herisau ist schön - schön langweilig. Herrjemine, nicht schon wieder. Abbruch der Übung. Meine freundlichen Gedanken gibt es am 12. September in der Wandelbar, in der Bibliothek Herisau. Versprochen! 
Bild: ETH Bildarchiv, Max A. Wyss. 

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