Jetzt wird Xhaka in der Säntiswand montiert

Heute ist Nationalfeiertag und wir bleiben etwas länger im Bett. Man könnte ja schon in aller Herrgottsfrühe an die ersten Feiern gehen. Auf dem Kronberg zum Beispiel, wo vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang gefeiert wird. Die armen Marketingleute müssen sich immer wieder neue Ideen überlegen, wie sie die Leute auf ihren Berg locken. Hier gibt es "Morgengeflüster" mit einem Lebenskünstler, dort ein Salatbuffet und Akrobatik-Show. Am Säntis wird seit einigen Jahren die "grösste Schweizerfahne" montiert - ein PR-Coup. Mittlerweile überträgt der „Blick“ die Montage live.

 

Irgendwann wird das Schweizer Fernsehen wahrscheinlich nachziehen und eine Live-Show mit Nik Hartmann produzieren. Ein Chörli wird mit DJ Antoine ein Zäuerli zum Besten geben, Grill-Ueli Bratwürste bräteln und die Einheimischen die Auswärtigen zur Vorsicht mahnen, damit diese mit der Senftube keinen Schranz in die schöne Fahne machen.  

Jedes Jahr wiederholt sich das Drama: die Fahne reisst. Damit muss Schluss sein. Denn es ist traurig, wenn die Fahne havariert wie nach einer durchzechten Nacht mit Polo selig am Berg hängt. Schockierte Frauen melden sich mit Nadel und Faden zum Reparatureinsatz, Männer werden vom Care-Team mit einer Tasse Alpenbitter notversorgt, Politiker fordern ein „Reissverbot“.

 

Gewerweisst wird derweil über die Gründe, wieso die Fahne jedes Jahr reisst. Manche wollen die scharfen Felskanten abschmirgeln. Denn es sei ja klar, dass das Tuch an einem Berg mit Ecken und Kanten zerstört werde. Andere sehen die Monteure als Schuldige. Man will sie jetzt bei Greenpeace ins Trainingscamp schicken. Die haben Erfahrung mit spektakulären Aktionen. Unvergessen wie sie vor einigen Jahren im „Joggeli“ während eines Champions-League-Matches einige Aktivisten vom Stadiondach abseilten und eine Flagge ausrollten – die erst noch heil geblieben ist.

 

 

Auch „Puma“ hat Hilfe angeboten. Der Sportartikelhersteller kannte ähnliche Probleme mit den Trikots der Schweizer Nati. Im Herbst sollen erste Tests stattfinden und Granit Xhaka für eine Woche in der Felswand montiert werden. "Blick" wird berichten.