Staunen, Schaufeln, Schneeballschlacht

Was für ein Sonntag. Es schneit schon wieder. In den Strassen dominieren die Zipfelmützen. Schaufeln ist der neue Volkssport und der Schlitten das Transportmittel Nummer 1. Freilich weiss man beim Schaufeln schon gar nicht mehr so richtig wohin mit dem ganzen Schnee. Überall liegen hohe Maden. Man wähnt sich fast ein wenig im Eiskanal. 

 

Die Männer vom Tiefbauamt werden viel zu tun haben, bis die ganzen Schneemassen wieder wegtransportiert sind. Und im Moment kann man sich nur schwer vorstellen, dass in ein paar Monaten im Garten wieder der Grill glüht. Aktuell bauen sich die Kinder ihr eigenes Höhlensystem. Und dort, wo sonst die Rosen blühen, hat es jetzt eine Schneebar. Bloss steht der Punsch dummerweise noch im Einkaufsladen. 

 

Bloss reizt einem im Moment in den Einkaufsladen gar nicht. Erstens Corona, zweitens die eisigen Strassen. Im Moment ist man wirklich lieber zu Hause oder auf einem Spaziergang durch die herrliche Winterlandschaft. So schön das auch ist. Viel mehr Schnee muss es nicht mehr geben. Um unsere Hütten hat es mittlerweile Sichtschutzmauern wie im Villenquartier. 

 

Und man muss Dachlawinen befürchten und sich vor Bäumen in Acht nehmen. Bei uns im Garten sind zum Glück erst ein paar Äste abgebrochen. Im Stadtpark in St. Gallen ist hingegen unter der Last ein mächtiger Baum umgestützt. Verletzte gab es zum Glück keine. Die Polizei hat den Park aber abgesperrt. Zu gefährlich. Das zeigt, dass mit dem vielen Schnee nicht zu spassen ist. Deshalb darf Frau Holle gerne Pause machen. 

 

Wenn es einige Tage kalt bleibt, reicht der Schnee noch locker zum Schlitteln, Skifahren und Höhlen bauen. Oder für eine zünftige Schneeballschlacht. Die Kinder zu "salzen" macht als Vater mächtig Spass - jetzt noch. Hoffentlich gibt es in ein paar Jahren keine Revanche. 

Prahlen nach dem Zipfel-Treffen

Danke Roman Kilchsperger. Er hat mich in der aktuellen "Weltwoche" zu diesem Blogeintrag inspiriert. Er gibt nämlich preis, dass er sich Bundesrat Alain Berset verbunden fühlt, seit sie an der derselben Pissoirwand gestanden haben. Danach folgt seine Promi-Pissoir-Liste. Angeführt wird sie vom brasilianischen Fussball-Weltmeister Lucio. 

 

So eine Promi-Pissoir-Liste ist bestimmt eine sinnvolle Sache. Vielleicht entsteht jetzt daraus sogar ein Hype. In den sozialen Medien gibt es doch immer diese Challenges, also irgendeiner macht irgendwas Dummes und die ganze Welt äfft es nachher nach. So war dieser Tage zum Beispiel in der Presse zu lesen, dass die Zuger Polizei Jerusalem tanzt. Worum es sich dabei genau handelt weiss ich nicht, wahrscheinlich um einen Furz auf TikTok oder so. Das Video anzuklicken, ist mir zu doof. Aber darum geht es ja auch gar nicht, sondern darum, dass die Promi-Pissoir-Liste auch zum Furz werden könnte. 

 

Allenthalben würden Männer berichten, neben welchem Promi sie bereits abgetropft haben. Am Stammtisch - so dieser denn je wieder zugelassen wird - würden grosse Sprüche geklopft. Man würde damit prahlen, wie man dem Berset die Meinung gegeigt habe während dem Schiffen. Dieser sei daraufhin wutentbrannt davon täubelet - und zwar ohne die Hände zu waschen. Andere würden stolz ein Autogramm präsentieren, dass sie bei dieser Gelegenheit ergattern konnte. Hä ja, normalerweise kommt man ja gar nicht an diese Leute. Und auch die Promis selber würden vielleicht aus dem Nähkästen plaudern. Vorstellen könnte man sich beispielsweise, wie Trump nach einem solchen Zipfel-Treffen mit Biden prahlt, dass er viel den Grösseren habe. 

 

Ja, wäre noch spannend, wenn das Beispiel Kilchpergers Schule machen würde.

 

Und wär wäre meine Nummer 1 auf der Promi-Pissoir-Liste? Vielleicht ist es der ehemalige Schweizer Tennisstar Jakob Hlasek - er war zu Zeiten als noch nichts auf Federer und Wawrika hindeutete - immerhin mal in der Top 10 der Tennisweltrangliste. Seine beste Klassierung dort war Platz 7. Bei mir ist er im Ranking also etwas weiter vorne. Vielleicht gibt es aber noch andere Promis, müsste grad etwas darüber nachdenken. Jetzt habe ich aber leider keine Zeit mehr: ich muss aufs Klo.   


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